Adventure Games in 3D gibt es schon seit 1980
Was ist ein 3d Adventure?
Adventure in 3d:
Adventures mit grafischer Darstellung entstanden erstmals 1980, als ein neues Unternehmen namens On-line Systems (später: Sierra On-line) ein erstes rudimentäres Grafikadventure namens Mystery House vorstellte. Der Durchbruch kam dann 1984 mit King's Quest. Bei den frühen Grafikadventures handelte es sich noch um eine Mischform, häufig musste zur Steuerung der Spielfigur noch Text eingegeben werden, die Grafiken wurden zur besseren Anschaulichkeit der Umgebung eingesetzt.
Die erste entscheidende Weiterentwicklung der Grafikadventures fand 1986 statt. Murder on the Mississippi: The Adventures of Sir Charles Foxworth von Activision konnten erstmals vollständig ohne Tastatur gespielt werden. Das gleiche gilt für Deja Vu, das ebenfalls 1986 für den neuerschienenen Amiga herausgebracht wurde. Lucasfilm Games (später LucasArts) veröffentlichte im gleichen Jahr mit Labyrinth (LFG) ihr wohl erstes Grafikadventure, das bereits erste Ansätze des später sehr erfolgreichen Interaktionssystems SCUMM zeigte.
Die Steuerung über eine Point-and-Click genannte Benutzeroberfläche mit dem voll entwickelten SCUMM-System von LucasFilm Games wurde 1987 das erste Mal in Maniac Mansion verwirklicht. Man markierte Gegenstände in einem großen Bild, das die Umgebung darstellte, und konnte aus einer Liste am unteren Ende des Bildschirms ein passendes Verb auswählen. Die Reihe wurde später u. a. mit Zak McKracken und den Monkey Island Spielen fortgeführt und war äußerst beliebt und erfolgreich. Die Spiele wurden teilweise für mehrere Plattformen realisiert, darunter sowohl für PC als auch für den damals noch sehr beliebten C-64.
Eine weitere Minimalisierung des Benutzerinterfaces fand ab 1993 statt, als die Brüder Robyn und Rand Miller ihr Spiel Myst veröffentlichten. Myst stellte das Geschehen erstmals aus der Ich-Perspektive dar.