Adventureland als Text - was ist das?
Was ist ein Text Adventure?
Textbasierte Adventures:
Textadventure sind heutzutage im kommerziellen Bereich kaum mehr vertreten. Bei ihnen wird das ganze Spiel in textueller Form beschrieben. Der Spieler tippt Anweisungen in Kommandoform (z. B. Nimm Schwert), um so seine Spielfigur durch die fiktive Welt zu steuern.
Das erste Spiel dieser Art, Adventure, wurde 1975 entwickelt und gab der gesamten Gattung ihren Namen (siehe auch Promotion Text des Herstellers). Die ersten Adventures für die neuen Heimcomputer veröffentlichte Scott Adams ab 1978. Äußerst bekannt für ihre Textadventures, insbesondere die legendäre Zork-Serie, war in den 1980ern die amerikanische Firma Infocom, weitere Unternehmen dieser Zeit waren Adventure International, Level 9, Magnetic Scrolls und Melbourne House.
Der kommerzielle Markt für Textadventures brach durch
die inzwischen stark verbesserten Grafikadventures Ende der
1980er Jahre vollkommen zusammen, jedoch entstand eine sehr
aktive Gemeinde von Hobbyentwicklern, die bis heute neue Spiele
dieser Art entwickelt. Besonders seit 1993 das Spiel Curses
von Graham Nelson im aufblühenden Internet veröffentlicht
wurde, stehen die besseren Hobbyspiele den kommerziellen Spielen
der 1980er nicht mehr nach, übertreffen sie sogar oft.
Um dem (teilweise) hohen literarischen Niveau moderner Textadventures
gerecht zu werden, wird diese Gattung gerne auch als Interactive
Fiction (kurz: IF) bezeichnet, eine ursprünglich von
Infocom eingeführte Bezeichnung. Zu diesem Zwecke wurden
auch neue Entwicklungstools zur Erstellung von Adventures
wie Inform und TADS geschrieben. Bisher sind die meisten Spiele
dieser Art auf Englisch, es gibt auch eine nennenswerte Zahl
auf Spanisch. Die Zahl der deutschen Textadventures nimmt
nach langer Stagnation seit etwa 2000 kontinuierlich zu, wie
sich an den Teilnehmerzahlen des jährlichen Wettbewerbs
(http://www.textfire.de/comp/)
zeigt.